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Freitag, 10. Oktober 2014

Ugly - sein letzter Kampf - done

Eine Straßenkatze kämpft ihren letzten Kampf.
Und erlebt viel zu spät noch ein klitzekleines Wunder.

 Diese Geschichte ist unfassbar traurig.
Doch du musst sie unbedingt lesen. Es ist wichtig.

Alle Leute in dem Appartementkomplex, in dem ich lebte, kannten Ugly („hässlich“). Ugly war der ansässige Straßenkater. Er liebte drei Dinge auf der Welt: Kämpfen, Abfall essen - und Liebe.

 Die Kombination aus diesen Dingen und dem Leben auf der Straße hinterließ deutliche Spuren. Er hatte nur ein Auge und nur die leere Augenhöhle an der Stelle des anderen. Auf der selben Seite fehlte auch das Ohr, sein linker Fuß schien einmal schlimm gebrochen zu sein und war in einem schiefen Winkel wieder zusammengewachsen, so dass es aussah, als würde er immer abbiegen wollen. Ugly wäre eigentlich eine dunkelgrau getigerte Katze gewesen, wäre er nicht übersät von wunden Stellen an Kopf, Hals und Schultern.

 Jedes Mal, wenn jemand Ugly sah, kam dieselbe Reaktion: „Ist diese Katze hässlich!!!“ Alle Kinder wurden gewarnt, ihn nicht zu berühren, die Erwachsenen warfen mit Steinen nach ihm und versuchten, ihn mit dem Wasserschlauch zu verjagen, wenn er zu ihnen an die Wohnung kam.

 Ugly reagierte immer gleich. Wenn man mit dem Gartenschlauch kam, blieb er einfach stehen und ließ sich durchnässen, bis man selbst aufgegeben hat. Wenn man ihn bewarf, schmiegte er seinen schlaksigen Körper an die Beine und bat um Vergebung. Wenn er Kinder gesehen hat, lief er hin, miaute verzweifelt und stieß mit seinem Kopf an ihre Hände, um etwas Zuneigung zu erbetteln. Wenn man ihn auf den Arm nahm, fing er sofort an, am Hemd, am Ohrring oder irgendetwas Anderem zu nuckeln.

 Eines Tages wollte er mit den Huskies des Nachbarn spielen. Sie verstießen ihn aber und haben ihn übel zugerichtet. Ich hörte seine Schreie aus meiner Wohnung und wollte ihm zu Hilfe eilen. Als ich bei ihm ankam, war sein Ende offensichtlich schon besiegelt.

 Ugly lag da, die Hinterbeine und den Rücken schlimm verdreht, einen klaffenden Riss auf dem weißen Fellstreifen, den er vorn hatte. Als ich ihn hochnahm und nach Hause bringen wollte, konnte ich ihn keuchen und schnaufen hören und ich spürte, wie er sich quälte. Ich tue ihm schrecklich weh, dachte ich.

 Dann spürte ich ein vertrautes Zerren und Saugen an meinem Ohr - Ugly, voller Schmerz und Leid und kurz vor dem Tod, versuchte, daran zu nuckeln. Ich drückte ihn näher an mich und er rieb mit dem Kopf an meiner Handfläche, dann sah er mich mit seinem einen goldenen Auge an und ich konnte deutlich hören, wie er schnurrte. Auch unter den größten Schmerzen suchte diese hässliche, vernarbte und abgekämpfte Katze ein kleines bisschen Zuneigung und Barmherzigkeit.

 In diesem Moment dachte ich, dass Ugly das schönste und liebenswerteste Wesen war, das ich je gesehen hatte. Nicht ein Mal versuchte er mich zu kratzen, von mir wegzukommen oder sich zu winden. Ugly sah mich einfach an, voller Hoffnung, dass ich seinen Schmerz lindern könnte.

 Ugly starb in meinen Armen, noch bevor ich in der Wohnung war. Ich saß noch lange da und dachte darüber nach, wie ein entstellter kleiner Streuner meine Meinung so auf den Kopf stellen konnte - darüber, was eine wirklich reine Seele ist und was wahre, ehrliche Liebe. Ugly lehrte mich mehr über Barmherzigkeit und Großzügigkeit als es tausend Bücher, Vorträge oder Talkshows könnten. Dafür werde ich in Ewigkeit dankbar sein.

 Er war nur äußerlich vernarbt, ich war es aber von innen und es war höchste Zeit für mich, weiterzugehen und zu lernen, wie man ehrlich und wahrhaft liebt. Mich komplett denen zu widmen, für die ich sorge.

 Viele Menschen wollen reicher sein, erfolgreicher, beliebter. Aber ich will einfach nur „Ugly“ sein.

 Ugly hätte nicht sterben müssen, wenn irgendjemand schon vorher seine Scheu überwunden hätte und seine wahre Schönheit erkannt hätte. Teile Uglys Schicksal mit anderen, er soll nicht umsonst gestorben sein.

Unbekannt


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Der Löwe und die Maus - DONE

Eine lebenslustige, kleine Maus tollte übermütig um einen Löwen herum, der in der warmen Mittagssonne vor sich hindöste. Der waghalsige Mäuserich stieg dem König der Tiere sogar auf die riesigen Pranken und beäugte sie neugierig. Da wurde der Löwe wach, packte die kleine Maus und wollte sie fressen.

Das Mäuschen zappelte vor Angst und stotterte: "Lieber Herr König, ich wollte dich nicht aufwecken, wirklich nicht. Bitte, bitte, lass mich leben. Was hast du von so einem geringen, mageren Bissen, den deine großen Zähne nicht einmal spüren? Sonst sind Hirsch und Stier Opfer deiner ruhmreichen Jagd. Was kann dir denn ein so winziges Wesen, wie ich es bin, schon für Ehre einbringen? Ich gebe dir mein Mausewort, wenn du mich freilässt, dann werde ich dir bestimmt auch einmal aus der Not helfen."

Der Löwe musste über diese kühnen Worte schmunzeln, und versonnen betrachtete er den kleinen Wicht in seinen großen Tatzen. Der Gedanke, dass er jetzt Herr über Leben und Tod war, erschien ihm göttlich. "Lauf, kleiner Wildfang, ich schenke dir dein Leben", sagte er feierlich und öffnete langsam seine Pranken.

Als die Maus behände davon flitzte, rief er ihr neckend nach: "Vergiss dein Versprechen nicht!"
Einige Monate später geriet der Löwe auf seiner Jagd in eine Falle. Ein festes Stricknetz hielt den gewaltigen König der Tiere gefangen. Der Löwe tobte und zerrte an den Maschen, aber es half nichts, das Netz war zu eng geknüpft. Der Löwe konnte sich kaum darin bewegen.

Eine Maus huschte vorbei, stutzte und piepste: "Bist du nicht der große Freund von meinem Bruder, den du Wildfang genannt hast?" Im Nu hatte er seinen Bruder herbeigeholt, und beide Mäuschen zernagten emsig und mit großer Ausdauer die festen Maschen, Stück für Stück, bis sie ein großes Loch ins Netz gebissen hatten, durch das der dankbare Löwe entkommen konnte.

Jean de La Fontaine 






Mittwoch, 8. Oktober 2014

Fuchs und Holzhacker - DONE

Ein vor Jägern fliehender Fuchs fand, nachdem er lange in der Wildnis herumgelaufen war, endlich einen Holzhacker und bat denselben inständig, ihn doch bei sich zu verbergen.
Dieser zeigte ihm seine Hütte, worauf der Fuchs hineinging und sich in einem Winkel versteckte.
Als die Jäger kamen und sich bei dem Manne erkundigten, so versicherte dieser zwar durch Worte, er wisse nichts, deutete aber mit der Hand nach dem Orte hin, wo der Fuchs versteckt war. Allein die Jäger hatten nicht darauf geachtet und entfernten sich sogleich wieder.

Wie nun der Fuchs sie fortgehen sah, ging er wieder heraus, ohne etwas zu sagen; und als der Holzhacker ihm Vorwürfe machte, dass er ihm, durch den er doch gerettet worden sei, keinen Dank bezeuge, drehte sich der Fuchs nochmals um und sprach: "Ich wüsste dir gerne Dank, wenn die Werke deiner Hand und deine Gesinnung mit deinen Reden im Einklang stünden."

Die Fabel geht diejenigen an, die zwar die Rechtschaffenheit im Munde führen,
durch ihre Handlungen aber das Gegenteil an den Tag legen.

Abraham a Santa Clara 





Dienstag, 7. Oktober 2014

Ich bin ich - DONE

Auf der bunten Blumenwiese geht ein buntes Tier spazieren, wandert zwischen grünen Halmen, wandert unter Schierlingspalmen, freut sich, dass die Vögel singen, freut sich an den Schmetterlingen, freut sich, daß sich`s freuen kann.

Aber dann... Aber dann stört ein Laubfrosch seine Ruh und fragt das Tier: "Wer bist denn du?" Da steht es und stutzt und guckt ganz verdutzt dem Frosch ins Gesicht: "Das weiß ich nicht." Der Laubfrosch quakt und fragt: "Nanu? Ein namenloses Tier bist du? Wer nicht weiß, wie er heißt, wer vergisst, wer er ist, der ist dumm!" Bumm. Auf der bunten Blumenwiese will das bunte Tier nicht bleiben. Irgendeinen will es fragen, irgendeiner soll ihm sagen, wer es ist."Guten Morgen Pferdemutter! Guten Morgen Pferdekind! Seid ihr nicht vielleicht zwei Tiere, die mir ähnlich sind? Denn ich bin, ich weiß nicht wer, dreh mich hin und dreh mich her, dreh mich her und dreh mich hin, möchte wissen, wer ich bin."

"Kleiner", sagt das Pferdekind, "deine Haare wehn im Wind, so wie meine. Aber deine kleinen Beine sind so kurz, und deine Ohren sind viel länger als bei mir - nein, du bist ein anderes Tier!" Auch die Pferdemutter stupst es mit dem weichen Pferdemaul: "Niemals wird aus dir ein Gaul! Bist ein Hasen-Katzen-Hund oder sonst ein Kunterbunt, hast ein lustiges Gesicht, doch ein Pferd? Das bist du nicht!" Auch die Kuh sagt: "Nanu! Was für einer bist denn du?" Schaf und Ziege, jeder spricht: "Nein, ein Pferd, das bist du nicht!"
Auf dem Plitscher-Plätscher-Wasser fährt ein Ruderboot spazieren, und das bunte Tier darin schwimmt es zu den Fischen hin. "Guten Morgen, liebe Fische, schaut mich vorn und hinten an! Ob mir einer helfen kann? Denn ich bin, ich weiß nicht wer, schwimme hin und schwimme her, schwimme her und schwimme hin, möchte wissen wer ich bin." Alle Fische groß und klein, kommen blitzschnell angeschossen, fächeln freundlich mit den Flossen. Alle wundern sich: "Nanu!" Alle blubbern sie ihm zu: "tut uns Leid, du buntes Tier, hast zwar Augen, so wie wir, bist auch gar kein schlechter Schwimmer, doch ein Fisch? Nein! Nie und nimmer!"

Auf dem Plitscher-Plätscher-Wasser fährt das flinke Boot dahin; und das bunte Tier darin lässt sich auf den schnellen Wellen weiter, immer weiter tragen. Sieht auf einmal viele Inseln ringsrum aus dem Wasser ragen. Weiße Vögel sitzen darauf, sperren ihre Schnäbel auf. "Diese Vögel", denkt das Tier, "warten hier, damit sie mir sagen können, wer ich bin." Und schon lenkt`s den Kahn dorthin, packt das Ruder fester an, rudert, was es rudern kann. Aber dann... Aber dann macht das Tier mit seinem Kahn beinah einen Purzelbaum. Stößt wo an, fährt wo drauf, und die Insel taucht auf. vor ihm steht ein großes Nilpferd, und das Nilpferd sagt: "Nanu! Was für einer, bunter Kleiner, bist denn du?" "Ach, ich bin, ich weiß nicht, wer, fahre hin und fahre her, fahre her und fahre hin, möchte wissen wer ich bin." Darauf geht das Nilpferd stumm dreimal um das Tier herum, grunzt und schnauft und seufzt und spricht: "Wer du bist, das weiß ich nicht. Zwar sind deine Stampferbeine grad so wunderschön wie mein. Aber sonst, du buntes Tier, ist rein gar nichts wie bei mir. Pony-Fransen, Dackel-Ohr, so was kommt bei mir nicht vor."

Als das Tier betrübt und still seiner Wege ziehen will, sagt das Nilpferdkind: "Kleiner Bunter, bist du blind? Schau doch, schau! Ganz genau so ein schöner Schwanz wie deiner, nur vielleicht noch etwas bunter, hängt da vom Baum herunter. Dieser Auf-dem-Baum-Sitzer, dieser schöne Schwanz-Besitzer soll dir sagen, wer du bist!" Und das Tier bedankt sich sehr, fliegt dem schönen Schwanz-Besitzer, fliegt dem Durch-den-Urwald-Flitzer hinterher. "Lieber Papagei, hör zu! bin ich nicht vielleicht wie du? Denn ich bin, ich weiß nicht, wer, fliege hin und fliege her, fliege her und fliege hin, möchte wissen, wer ich bin." Verwundert macht der Papagei die Augen auf und zu, und scharrt und knarrt und kreischt: "Nanu! Du dummer, kleiner Bunter, du, wie lang dein Schwanz auch immer sei, du bist bestimmt kein Papagei. Laß mich in Ruh!" An den dunklen Abendhimmel hängt der Halbmond seinen Bogen; eine kleine weiße Wolke kommt daran vorbeigezogen. Müde denkt das bunte Tier: "So ein Himmelbett wär fein..." Und schon legt es sich hinein, reckt sich, streckt sich, und es deckt sich mit der weichen Wolke zu, macht auf angenehme Weise, schlafend eine Reise. Wo wird es morgen sein?

Durch die Stadt und durch die Straßen geht das bunte Tier spazieren und begegnet neuen Tieren. Trifft vor dem Bäckerladen eine ganze Schar von Hunden. Alle sind kurz angebunden, alle zerren an der Leine, dicke, dünne, große, kleine, ruppige und struppige, seidige, geschmeidige, gut dressierte, schön frisierte, schmale, breite, Seite an Seite, dumme Hunde und gescheite. "Guten Morgen, liebe Hunde! Bin ich nicht vielleicht wie ihr, ähnlich diesem Dackel hier? Denn ich bin, ich weiß nicht, wer, suche hin und suche her, suche her und suche hin, möchte wissen, wer ich bin." Alle Hunde, groß und klein, bellen laut: "Was fällt dir ein? Hast zwar Ohren wie ein Dackel, auch sein Freuden-Schwanz-Gewackel. Aber deine kleinen Beine sind nicht so schön krumm wie seine, hast auch keine Hundeleine- und bist überhaupt zu bunt und kein Hund!"

Durch die Straßen geht das bunte Tier spazieren; geht und denkt so vor sich hin: "Stimmt es, das ich gar nichts bin? Alle sagen, ich bin keiner, nur ein kleiner Irgendeiner... Ob`s mich etwa gar nicht gibt? Bin kein Fisch, kein Pony und kein Nilpferd und kein Hund, nicht einmal ein Hundefloh - oooh!" Und das kleine bunte Tier, dass sich nicht mehr helfen kann, fängt beinah zu weinen an.

Aber dann...Aber dann bleibt das Tier mit einem Ruck, mitten im Spazieren gehen, mitten auf der Straße stehen, und es sagt ganz laut zu sich: "Sicherlich gibt es mich!" Durch den Park, auf allen vieren, geht das ICH-BIN-ICH spazieren, freut sich an der schönen Welt, die ihm wieder gut gefällt. Plötzlich sieht es überm Rasen lauter runde Seifenblasen. Viele helle bunte Bälle, große, kleine, zarte, feine, wie aus Glas- schön ist das! Und das kleine ICH-BIN-ICH fliegt zur allergrößten hin, sieht sein eigenes Bild darin, sieht ein kleines ICH-BIN-ICH: Sich! Patsch, da fährt es mit der Nase mitten in die Seifenblase, und der schöne Spiegelball, der zerplatzt mit leisem Knall. "Macht nichts!", sagt das ICH-BIN-ICH. "War ja nur ein Spiegeltier! Es ist fort und ich bin hier. Ich bin hier - und diese Wiese, wo die bunten Blumen stehn, hab ich die nicht schon gesehen? So ein Glück, bin zurück auf der alten Wiese!"

Zwischen hohen grünen Halmen geht das ICH-BIN-ICH spazieren, dreht sich nicht mehr hin und her, denn es ist - ihr wisst schon wer. Läuft gleich zu den Tieren hin; "So, jetzt weiß ich, wer ich bin! Kennt ihr mich? ICH BIN ICH!" Alle Tiere freuen sich, niemand sagt zu ihm: "Nanu?" Schaf und Ziege, Pferd und Kuh, alle sagen: "Du bist du!" Auch der Laubfrosch quakt ihm zu: "Du bist du! Und wer das nicht weiß, ist dumm!" Bumm.

Mira Lobe







Die Regenbogenbrücke - DONE

Es gibt ein Leben nach dem Tod - auch für Tiere.


Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!

Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.

Die Füße tragen es schneller und schneller. Es hat Dich gesehen.
Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und ihr werdet nie wieder getrennt sein...

Unbekannt





Montag, 6. Oktober 2014

Brüder in der Not - DONE

Einst hatten ein Rabe und eine Katze Brüderschaft geschlossen; und während die beiden nun zusammen unter einem Baum saßen, erblickten sie plötzlich einen Panther, der gerade auf den Baum zu schlich. Doch sie hatten ihn nicht eher bemerkt, als bis er in der Nähe des Baumes war.

Da flog der Rabe hoch in den Baum, die Katze aber blieb vor Schreck wie versteinert sitzen und rief dem Raben zu: "Lieber Freund, weißt du ein Mittel, mich zu retten, wie ich es von dir erhoffe?" Der Rabe antwortete ihr: "Man erwartet von Brüdern, daß sie im Falle der Not nach einem Ausweg suchen, wenn das Unglück über sie hereinbricht.

Wie sagt doch der Dichter:
»Der echte Freund, der bei dir bleibt,
Sich schadet, um dir Vorteil zu bereiten;
Der, wenn des Schicksals Laune dich vertreibt,
Sich für dich hingibt, um dich heim zu leiten.«

Es waren aber in der Nähe des Baumes Hirten, die Hunde bei sich hatten; nun flog der Rabe fort und schlug dabei mit den Flügeln auf die Erde, krächzte und schrie. So näherte er sich den Hirten, schlug mit seinem Flügel einem der Hunde ins Gesicht und flog wieder ein wenig in die Höhe, während die Hunde ihm nachsetzten und ihn verfolgten. Einer der Hirten, der das gesehen hatte, stand auf und auch er folgte ihm nun. Der Rabe aber flog immer nur so weit, dass er den Hunden gerade noch entrinnen konnte und sie doch gierig machte, ihn zu zerreißen; dann stieg er wieder ein wenig auf, und die Hunde liefen hinter ihm her. So kam er schließlich an den Baum unter dem sich jetzt der Panther befand. Als jedoch die Hunde den Panther erblickten, sprangen sie auf ihn los; und der Panther wandte sich zur Flucht, nachdem er bereits geglaubt hatte, die Katze verspeisen zu können. So wurde die Katze durch die List ihres Freundes, des Raben, gerettet.

Und diese Geschichte lehrt uns,
dass die Liebe unter den lauteren Brüdern vor Not und Tod behütet und bewahrt.

Tausendundeine Nacht







Sonntag, 5. Oktober 2014

Der alte Esel - DONE

Gott erschuf den Esel und sagte zu ihm:
"Du bist ein Esel. Du wirst unentwegt von morgens bis abends arbeiten und schwere Sachen auf deinem Rücken tragen. Du wirst Gras fressen und wenig intelligent sein. Du wirst 50 Jahre leben."

Darauf entgegnete der Esel:
"50 Jahre so leben ist viel, gib mir bitte nicht mehr als 30 Jahre."
... und es war so."

Dann schuf Gott den Hund und sprach zu ihm:
"Du bist ein Hund. Du wirst über die Güter der Menschheit wachen, deren ergebenster Freund du sein wirst. Du wirst essen, was der Mensch übrig lässt und 25 Jahre leben."

Der Hund antwortet:
"Gott, 25 Jahre so zu leben, ist viel. Bitte nicht mehr als 10 Jahre."
... und es war so."

Danach schuf Gott den Affen und sprach:
"Du bist ein Affe. Du sollst von Baum zu Baum schwingen und dich verhalten wie ein Idiot.
Du wirst lustig sein und so sollst du für 20 Jahre leben."

Der Affe sprach:
"20 Jahre als Clown auf der Welt zu leben, ist zu viel. Bitte gib mir nicht mehr als 10 Jahre."
... und es war so.

Schließlich erschuf Gott den Mann und sprach zu ihm:
"Du bist ein Mann, das einzige rationale Lebewesen, das die Erde bewohnen wird. Du wirst deine Intelligenz nutzen, um dir die anderen Geschöpfe Untertan zu machen.
Du wirst die Erde beherrschen und für 20 Jahre leben."

Darauf sprach der Mann:
"Gott, Mann zu sei für 20 Jahre ist nicht genug. Bitte gib mir die 20 Jahre, die der Esel ausschlug,
die 15 Jahre des Hundes und die 10 Jahre des Affen."

So sorgte Gott dafür, dass der Mann 20 Jahre als Mann lebt, dann heiratet und 20 Jahre als Esel, von morgens bis abends arbeitet und schwere Lasten trägt.

Dann wird er Kinder haben, und 15 Jahre wie ein Hund leben, das Haus bewachen und das essen, was die Familie übrig lässt.

Im hohen Alter, lebt er dann als Affe,
verhält sich wie ein Idiot und amüsiert seine Enkelkinder.
...und so ist es.

Unbekannt




Gedanken eines sterbenden Hundes - DONE

Es war ein regnerischer Tag, als ich noch einmal einen Streifzug durch die große Stadt machen wollte. Der Rasen und die Büsche waren naß, und es war mir eigentlich doch zu ungemütlich, bei diesem Wetter noch draußen zu bleiben. Doch den ganzen Tag hatte ich noch nichts gefressen,mein Magen knurrte so laut,und es tat weh...

Ich wollte so schnell wie möglich wieder zur Ruine zurück, denn nun fing auch schon wieder der Regen an. Die breite Straße, die mich von meinem ungemütlichen, feuchten Zuhause trennte, schien mir leer, und der Asphalt glänzte vor Nässe. Ich lief so schnell ich konnte los - doch das Auto war auf einmal da. So schnell kam es auf mich zu. Die Scheinwerfer blendeten meine Augen - und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz. Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit meinem Körper auf die Kante der Straße, die dort angebracht war, weil da ein Rasen und Bäume wuchsen. Ich hatte so furchtbare Schmerzen, und ich hatte solche Angst. Als ich mein Köpfchen hob, sah ich das Auto, das mich angefahren hatte, und ich konnte es nicht verstehen: es fuhr weiter. Es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen! Und ich hatte doch solche Schmerzen! Ich versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Mein Hinterbein tat so schrecklich weh, und auch das Luftholen fiel mir furchtbar schwer. Jetzt fing es auch noch ganz stark zu regnen an, und ich spürte, wie sich um mich herum eine Pfütze bildete. Das Wasser auf der Straße wurde immer höher und ich hatte kaum noch Kraft, meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase, lief in meinen Mund, und es tat so furchtbar weh! Autos fuhren an mir vorbei. Es waren viele Autos, und immer wieder versuchte ich, mein Köpfchen zu heben, damit die Menschen, die in den Autos fuhren, sehen konnten, dass ich Hilfe brauche - doch keiner hielt an. Ich weinte vor Schmerzen, doch niemand sah meine Tränen. Niemand war da, sie fuhren alle an mir vorbei. Ich fühlte, daß mein Leben zu Ende ging, und ich wollte doch gar nicht sterben! Ich war doch immer lieb gewesen! Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine Liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraute? Ich fing an zu frieren. Es war so kalt, und ich hatte so entsetzliche Schmerzen! Warum, ihr Menschen, fahrt ihr alle an mir vorbei? Warum helft ihr mir denn nicht? Ich möchte noch nicht sterben! Ich bin doch erst ein Jahr alt! Ich weiß nicht, wie lange ich in dieser nassen Pfütze gelegen habe. Ich wurde auf einmal ganz müde. Ich versuchte, mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten, doch ich hatte keine Kraft mehr. Mein Kopf fiel ins Wasser zurück und ich dachte: "Jetzt ist es aus. Jetzt stirbst Du."

Da - auf einmal waren Menschen da. Sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen. Ich freute mich, trotz meiner schlimmen Schmerzen, so sehr! Es gab doch noch gute Menschen, die mir helfen wollten. Sie fuhren mich zu einem Tierarzt, der ganz in der Nähe war, und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben, damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte. Die Menschenfrau, die mich trug, streichelte mich unentwegt, die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich, und die Fahrerin bemühte sich, vorsichtig zu fahren, damit ich keine Erschütterungen spürte. Ich dachte an meine 9 Welpen, die in der Ruine alleine waren und auf mich warteten, und ich freute mich so sehr, dass man mir helfen wollte. Die fremden Menschen waren so besorgt, und wie gern wollte ich weiterleben in dieser Menschen- Welt! Ich hörte die Fahrerin sagen: "Endlich, wir sind da - jetzt wird alles gut!" - da wurde es um mich plötzlich dunkel und kalt, und ich spürte - es war zu spät! Ich hatte keine Kraft mehr in meinem Körper und fühlte keine Schmerzen mehr! In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein, als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand. Danke, den Menschen, die mich nach endlos langer Zeit schwerverletzt mitnahmen, um mein Leben zu retten; danke den beiden Kindern, die vor Sorge um mich, einen unbekannten Strassenhund, weinten und Verachtung den Menschen, die so herzlos sind, an einem schwerverletzten Tier vorbeizufahren .....

Samstag, 4. Oktober 2014

Die kleine Mücke Traurigkeit - DONE

Die kleine Mücke Traurigkeit flog durch die Welt. Immer wenn sie jemanden stach, wurde derjenige von unerklärlicher Traurigkeit ergriffen. Niemand verstand dann, was mit dem Betreffenden los war, denn es passierte von einem Augenblick zum nächsten. Er selbst verstand es meist auch nicht. In einem Moment war er noch ganz fröhlich und dann überfiel ihn eine mächtige Traurigkeit.

Die kleine Mücke Traurigkeit merkte, dass die Menschen um sie herum immer trauriger wurden. Sie störte das nicht weiter, denn sie hielt Traurigkeit für ganz normal. Nie hörte man von ihr ein Lachen, nie flog sie lustige Kapriolen in der Luft. Die anderen Mücken mieden sie, denn sie war so traurig, dass sich die anderen von ihr nicht anstecken lassen wollten. So war die kleine Mücke Traurigkeit ganz alleine mit ihrer Traurigkeit.

Eines schönen Sommerabends traf sie eine Grille, die ein wunderschönes Grillen-Konzert veranstaltete.

"Was für eine schöne Musik." sagte die Mücke traurig.

"Nicht wahr", freute sich die Grille, "Musik macht ein fröhliches Gemüt und ein glückliches Herz."

"Was ist das?" fragte die kleine Mücke.

"Was ist was?" die Grille verstand sie nicht.

"Na, was ist ein fröhliches Gemüt und ein glückliches Herz?" wollte die kleine Mücke wissen.

"Wer bist denn du, dass du das nicht weißt?" fragte die Grille erstaunt.

"Ich bin die kleine Mücke Traurigkeit." stellte sich die kleine Mücke vor.

"Na, dann ist ja alles klar", seufzte die Grille, "du armes kleines Wesen."„

"Kann ich lernen, was ein fröhliches Gemüt und ein glückliches Herz ist?" fragte die kleine Mücke.

"Hör mir einfach nur zu" antwortete die Grille.

Und die Grille begann das schönste Grillen–Konzert ihres Lebens. Sie spielte leicht und fröhlich, wehmütig und liebevoll. Sie spielte alle Melodien die sie kannte und noch einige mehr. Mal klang ihre Musik hell und klar, mal klang sie übermütig und ausgelassen. Doch immer klang die Fröhlichkeit darin mit. Die Grille spielte so schön, wie noch nie in ihrem Leben. Die kleine Mücke Traurigkeit lauschte ganz hingerissen. Aber nicht nur sie, sondern alle, die die Musik der Grille hörten, hielten inne und begannen zu lauschen. Die schönen Klänge gruben sich tief in alle Herzen. Die kleine Mücke Traurigkeit vergaß ihre Traurigkeit, während sie der Musik atemlos lauschte. Und mit einem Mal passierte etwas ganz besonderes mit der kleinen Mücke. Weil sie ihre Traurigkeit nicht mehr spürte, wurde in ihrem Herzen Platz für viele andere Gefühle. Mit der Musik erlebte sie Freude und Lachen, und spürte Übermut und Fröhlichkeit, von der sie gar nicht wusste, dass es sie gab.

Als die Grille geendet hatte, dankte ihr die kleine Mücke ganz bewegt und voller Freude.

"Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Nie habe ich mir vorstellen können, dass es so viele Gefühle gibt" staunte die kleine Mücke glücklich. "Das werde ich nie vergessen. Du hast mir ein wunderschönes Geschenk gemacht."

"Damit hast du mir auch ein schönes Geschenk gemacht." gab die Grille zurück. "Wenn jemandem meine Musik gefällt, ist das das allerschönste für mich."

Die kleine Mücke verabschiedete sich von der Grille. Und sie machte sich auf die Suche nach einem neuen Namen.

Unbekannt




Der kleine Eddy - DONE

Hallo, ich bin der kleine Eddy und bevor ich über die Regenbogenbrücke meine letzte Reise antrete, möchte ich Euch meine kleine Geschichte erzählen. Keine Angst, sie ist wirklich nicht sehr lang, denn vier Wochen Leben ist nicht die Welt.  
Als ich draußen geboren wurde, bekam ich ein Schicksalsbuch mit vier Seiten mit. Für jede Woche, die ich leben darf, eine Seite. Nun wurde meine letzte Seite aufgeschlagen und diese Seite verbringe ich bei der Kittenhilfe Erkelenz, bei meiner Pflegemami. Als man mich fand und ich bei meiner Pflegemami an kam, dachte niemand daran, dass ich es nicht schaffen würde. Man sah es mir ja auch nicht an. Beim TA dann die traurige Diagnose, ich schaffe es nicht. Ich merke auch selber, dass ich immer schwächer werde, kaum noch Nahrung aufnehmen kann und meine Kraft langsam zu Ende geht. Ich schlafe jetzt sehr viel, liege nur noch und nur wenn ich bei meiner Pflegemami auf dem Arm bin, versuche ich sie anzuschauen. Mehr schaffe ich schon nicht mehr und darum kuschel ich mich einfach nur in ihren Arm und so bleiben wir dann ganz ruhig miteinander. Ich spüre dann ihr Herz schlagen, so wie ich vor vier Wochen das Herz meiner Mami schlagen spürte.

Glaubt mir, ich möchte so gerne leben, nichts wäre mir wichtiger, als einmal durchs Zimmer zu toben, mit glücklichen Augen die Welt zu erobern und mit lieben Menschen zu schmusen. Aber wie darf ich das, wenn mein Buch nun bald zugeschlagen wird und meine Pflegemami mein letztes Kapitel schreibt. Denn ich bin ein Baby, das geboren wurde, um zu sterben. Bald meine kleinen Äuglein zum letzten Mal schließe und nie mehr die Liebe spüre, die mir so gut tut.

Ich bin traurig. Traurig, weil ich nicht verstehe, warum ich sterben muss. Meine Pflegemami versucht es mir zwar zu erklären, aber sie schafft es nicht richtig, weil sie dann immer wieder in Tränen ausbricht. Dann drückt sie mich ganz feste an sich und ist total verzweifelt, weil sie in diesem Jahr schon so viele Seelchen wie mich im Arm gehalten hat. Und heute hörte ich sie auch sagen, das sie bald keine Kraft mehrt hat, uns zu begleiten. Sie hat keine Pause, kann keine neuen Kräfte sammeln, weil ihr immer wieder Babys gebracht werden, deren Schicksalbuch nur wenige Seiten haben.

Meine Pflegemami kämpft um mich. Ich weiß, sie will das noch nicht so wahr haben. Aber wenn sie in mein Bettchen schaut und mich so kraftlos darin liegen sieht, spürt sie schon, wie verloren sie ist. Dann nimmt sie mich in den Arm, versucht stark zu sein und denkt, ich merke das nicht. Aber ich spüre das und es tut mir leid, dass ich nicht mit ihr viele Wochen verbingen darf. Es tut mir leid, dass ich nicht einmal ein Baby sein werde, dass in die Welt hinaus zieht, um sein Happy End zu leben und es tut mir leid, dass sie nie wegen mir Freudentränen weinen darf. Aber ich weiß auch, dass sie mir nie böse sein wird. Denn sie hat mich schon geliebt, als ich ihr das erste Mal mit meinen runden Knopfäuglein in die Augen gesehen habe. Und auch wenn ich nicht mehr lange bei ihr sein darf, weiß ich doch, sie wird mich nie vergessen und ganz feste in ihrem Herzen halten. Und wenn ich dann oben angekommen bin, wird der Schluppi sich um mich kümmern, mich in seine warmen Pfoten nehmen, mich lieben und behüten, so wie es meine Pflegemami hier macht.

Ich habe lange überlegt, ob ich Euch von mir erzählen soll. Denn, es gibt ja genug Elend auf der Welt und schöne Bilder und Geschichten tun der Seele gut. Aber ich wäre ja auch ein schönes Bild und eine schöne Geschichte geworden, wenn mein Schicksalsbuch es gewollt hätte. Doch ich bin eins von vielen Babys, die schon krank geboren werden. Geboren, um zu sterben. Und das nur, weil einige Menschen immer noch nicht bereit sind, die Katzen kastrieren zu lassen. Darum müssen unsere Mütter Babys über Babys bekommen. Solange, bis solche Babys wie ich dabei raus kommen. Und glaubt mit, wir wollen nicht sterben. Wir haben Angst davor und wenn der Tag kommt, drücken wir uns ganz fest in die Arme unserer Pflegemami, die uns dann zärtlich in ihrem Arm wiegt, bis wir bereit sind, zu gehen. Unsere Pflegemami wünscht uns verlorenen Babys immer, dass wir sanft einschlafen dürfen. Manche von uns dürfen das auch , aber manche dürfen das nicht und dann hilft uns der Tierarzt ganz sanft, den letzten Weg zu gehen.

Aber bevor ich jetzt gehe, habe ich eine Bitte und ich hoffe, ich darf sie stellen. "Bitte, lasst Eure Katzen kastrieren und sagt es auch weiter. Erzählt den Menschen meine Geschichte und bittet sie, ihren unkastrierten Katzen dies nicht anzutun. Nicht anzutun, dass sie Babys bekommen, die geboren werden, um zu sterben. Und sagt Ihnen, dass die süßesten Babys es nicht wert sind, wenn nur eins drunter ist, dass so traurig ist, weil es sterben muss".

 Meine Geschichte geht bald zu Ende, aber sie muss nicht sterben, wenn Ihr sie am Leben erhaltet. Und mit meiner Geschichte können vielleicht viele Babys gerettet werden, indem sie erst gar nicht geboren werden. Denn glaubt mir, es ist schrecklich zu wissen, ein Baby zu sein, das nur geboren wurde, um zu sterben.

 Nun endet meine Geschichte hier und ich danke Euch, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, sie zu lesen. Und ich danke allen, die mit dafür kämpfen, dass nicht noch mehr solcher Geschichten geschrieben werden müssen. Eines Abends werdet Ihr in den Nachthimmel schauen und viele kleine Sterne werden Euch einen lieben Gruß mit einem wunderschönen Strahlen schicken. Und auf einem werde ich sitzen und Euch als kleines Danke mein schönstes Strahlen schicken.

Mit einem lieben Gruß gehe ich jetzt leise und sage Euch einen lieben Gruß, Euer kleiner Eddy.

Verfasser unbekannt





Freitag, 3. Oktober 2014

Für immer - DONE

Als ich noch ein Welpe war,
unterhielt ich Dich mit meinen Possen
und brachte Dich zum Lachen.
Du nanntest mich "Dein Kind",
und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und
so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich
Dein bester Freund. Immer, wenn ich böse war,
erhobst Du Deinen Zeigefinger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" -
aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken,um mir den Bauch zu kraulen.
Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein
bisschen länger als erwartet, denn Du warst
furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen
wir das in den Griff.

Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte schöner nicht sein.
Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis
( ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du ).
Und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen.
Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich
über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg,
tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude,
wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.
Sie, jetzt Deine Frau, ist kein
"Hundemensch" -
trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen,
versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und
gehorchte ihr. Ich war glücklich weil Du glücklich warst.

Dann kamen die Menschenbabies, und ich
teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert
von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch
und wollte sie genauso bemuttern.
Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich
könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die
meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer
oder in meiner Hütte.

Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber
ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".
Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund.
Sie krallten sich in meinem Fell fest,
zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen,
pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten
meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase.
Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung
denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden
- und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre.
Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren
Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam
warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.

Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die
Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von
mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten
über mich.
In den letzten Jahren hast Du nur noch mit
"Ja"
geantwortet und das Thema gewechselt.
Ich hatte mich von
"Deinem Hund" in "nur einen Hund"
verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir ein Dorn im Auge.

Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in
einer anderen Stadt, und Du und sie werdet
in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht
gestattet sind.

Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit,
da war ich Deine einzige Familie.
Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am
Tierheim ankamen.
Es roch nach Hunden und Katzen,
nach Angst,
nach Hoffnungslosigkeit.

Du fülltest die Formulare aus und sagtest
"Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie
finden".
Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu.
Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren"Jahren erwartet auch mit "Stammbaum".
Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln
vom Halsband lösen, als er schrie
"Nein, Papa!
Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!"

Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest:
über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben.

Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt,
meine Augen vermieden und höflich auf das
Halsband und die Leine verzichtet.
Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon
seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug
gewusst und nichts unternommen, um ein
gutes Zuhause für mich zu finden.
Sie schütteltenden Kopf und fragten
"Wie konntest Du nur?"

Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht.
Natürlich werden wir gefüttert,
aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren.
Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter,
sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung,
- das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert
hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum
gewesen sei ...oder ich hoffte, dass es zumindest
jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte.

Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.
Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum.
Ein angenehm ruhiger Raum.
Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung.
Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl
geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl
der Erleichterung.
Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen.

Meiner Natur gemäß war ich aber eher um sie besorgt.
Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.

Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss.
Ich leckte ihre Hand,
um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte.
Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein.
Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen
Augen und flüsterte:
"Wie konntest Du nur?"

Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb
"Es tut mir ja so Leid".
Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen,dass ich bald einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich allein gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser
irdische Ort.
Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr
mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein
"Wie konntest Du nur?" nicht ihr gegolten hatte.

Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.

Möge Dir ein Jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.

Jim Willis 2001






Mittwoch, 1. Oktober 2014

Die Geschichte von der kleinen Katze, die über die Regenbogenbrücke ging - DONE

Der kleine rote Kater blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort. "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?"

Der kleine rote Kater drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem Wasser. "Das muss ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein". Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. "Ich bin doch noch ein Baby.

Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein". Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut.
Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu schnurren an.
"Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame. Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame. "Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören." "Aber sie wusste von Anfang an, dass dies geschehen würde" sagte die Dame mit einem liebevollen Blick auf den kleinen Kater. "War ich denn krank?" fragte der kleine Kater. Das überraschte den kleinen roten Kater. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachte, er schliefe. Sie sprach stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war.

"Nein, sie wussten nicht, dass Du krank warst", sagte die freundliche Dame "Aber dennoch wusste sie, dass sie die Tränen gewählt hatte". "Nein, das tat sie nicht", sagte der kleine rote Kater. "Wer würde schon Tränen wählen?" Sanft küsste die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt - aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy.
"Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte die Dame. Der kleine rote Kater sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen - Big Boy und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary, Sweetie, Kamatta und Obie.

Hunde auch - Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann: "Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr.

"Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt" sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben". "Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen". "Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben", meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben".
Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. "Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen, dass ihr sie liebt." Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren.

Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel. "Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Sie wissen, dass wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden."

So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen.
"Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel. Aber bald waren sie wieder zurück. "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen." 

Der Oberengel schüttelte den Kopf. "Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe." Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. "Was ist mit denen?" riefen sie. Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg. "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating-System."

"Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte einer - "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend. "Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer - "Ja", erwiderte der große Engel. "Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie - "Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben." "Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel. Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. "Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen." "Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere. "Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!"

Aber das kümmerte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen. "Wir haben unsere Chance!" riefen sie. "Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!" Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben." Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. "Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er. "Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame.

 "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen." Der kleine rote Kater setzte sich auf. "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt. "Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist."
"Oh", sagte der kleine Kater und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend. "Wird sie jemals aufhören zu weinen?" Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders." Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen.

"Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen." "Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!" Die Dame lächelte ihn an und stand auf. "Aber sie wird auch wieder jemanden lieb haben. Daran wird sie denken".

Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. "Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?" Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine rote Kater wollte seine Mommy noch nicht verlassen. "Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte. "Du wirst in den Augen jeder Katze sein, die sie ansieht. Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze hören, die sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben.

Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest." "Das gefällt mir", sagte der kleine rote Kater und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre. "Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst". Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen. "Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich." Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.....

Unbekannt